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Steckbrief-Details


Rubrikenübersicht > Tips & Tricks, Eigenbauten, Lesenswertes > Werkstatt > Mattglaszylinder für Kriegslicht Steckbriefnummer: 514
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Titel Mattglaszylinder für Kriegslicht
vom 25.03.2006 21:04:55
Text Man kann einfach die hier bei Jürgen im Shop erhältlichen Zylinder 48x250mm aufsetzen. Funktioniert.

Das ist aber weder vom Luftzug her optimal, noch vom Erscheinungsbild, so wie ich den Brenner montiert habe. Und manch einer berichtet von Titolandis (gleicher Zylinder-Durchmesser), die bei zu langem Zylinder pfeifen und orgeln.

Mit einer diamantbestreuten Trennscheibe für die Minibohrmaschine wurde der Zylinder erst einmal auf 180mm Länge gekürzt. Das geht am besten, wenn man den Zylinder nicht freihändig hält, sondern auf einem waagerecht in den Schraubstock gespannten Rundholz lagert.

Länge anzeichnen, den Zylinder auf dem Rundholz drehen und mit dünnem Edding rundum den Schnitt markieren.

Zum Schneiden ebenfalls auf dem Holz lassen, so daß die Trennscheibe immer das Holz als Unterlage hat und nicht durch das Glas ins Leere geht. Nicht in einem Zug durchschneiden, das kann Scherben geben! Immer nur mit leichtem Druck arbeiten, den Zylinder kontinuierlich weiterdrehen. Nach 4 bis 5 Umdrehungen ist man an der ersten Stelle wohl durch. Langsam weiterarbeiten, nicht von der Schnittkante her "reinsägen", sondern weiterhin von oben. Irgenwann macht es leise "knirk" – und der Zylinder ist sauber in zwei Stücke getrennt.

Die Schnittkante mit einer Diamantschleifscheibe oder einem Schleifstift grob entgraten und mit einer Schmirgelwalze rundschleifen. Ja ja, der eine Aufsatz für die Schleifwalze ist danach hin. Kost' 10 Cent. Na und? ;) Dafür keine Gefahr mehr für die Finger.

Die Länge stimmt zwar, aber für eine kleine "Küchenlampe" ist das Licht zu grell, ein Schirm verbietet sich hier konstruktiv. Also...

...kommt jetzt das Mattieren. Per Sandstrahl. Dafür reicht durchaus das billige Modell für ca. €15,-- von WESTFALIA. Entweder man bekommt einen Eimer Quarzsand, oder man kauft ein paar Tüten Vogelsand.

Auch der kleine Heimwerker-Kompressor reicht, wenn man ein wenig Geduld hat. Dieser Zylinder war eine halbe Stunde Arbeit im Takt 10:50. Heißt also, 10 Sekunden strahlen, 50 Sekunden auf Drucknachschub warten.

Bei diesen harten Gläsern kann man praktisch nur mit 8-10 bar arbeiten, sonst wird das nix. Und der Kleinkompressor ist dann mehr am Pumpen als am Abliefern. Aber es geht.

Ich mache das in einer (anfangs ,-) durchsichtigen Plastiktüte. Den Zylinder rein, und mit der Hand am Abzug den Tütenhals halbwegs dichtzwirbeln. Das vermeidet eine Riesensauerei in der Werkstatt und erleichtert auch das Recycling des Strahlmittels: Tüte einfach gelegentlich (während der Kompressor pumpt) in den Eimer ausschütten!

Ab und zu mal rausnehmen, kontrollieren, noch zu blanke Stellen mit Bleistift markieren, wieder rein in die Tüte und abdrücken, bis die Bleistiftmarkierung nicht mehr da ist. ,-)

Und ganz wichtig: Bitte bitte bei sowas Schutzbrille und Staubmaske tragen! Und Lederhandschuhe! Wenn man rein aus Reflex versucht, mit der bloßen Hand Scherben festzuhalten, kann das ganz übel enden – ich weiß das aus Erfahrung.

Zusätzliche Steckbriefinformationen
Baujahr 2006
Wo gibt es mehr

Daten zur Person
Name d.frieborg aus: 29565 Wriedel
      Germany

Kontaktdaten
Telefon auf Anfrage per eMail Mobilfunk
Telefax    


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