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Steckbrief-Details


Rubrikenübersicht > Tips & Tricks, Eigenbauten, Lesenswertes > Werkstatt > Sicherer Umgang mit Ätznatron Steckbriefnummer: 949
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Titel Sicherer Umgang mit Ätznatron
vom 03.02.2012 19:43:22
Text Ätznatron oder Natriumhydroxid eignet sich um Oberflächen von Farb-, Öl- und Petroleumresten zu befreien, ist aber, wie der Name schon sagt, stark ätzend. Daher unbedingt vor Anwendung die unten angefügten Sicherheitshinweise lesen und befolgen ! Beim Herstellen der Lauge aus konzentriertem Ätznatron die Substanz langsam unter rühren dem Wasser zugeben. Das Wasser erhitzt sich sonst zu stark. (Siehe Sicherheitshinweise bzgl. verwendete Gefäße) Im folgenden Erfahrungen aus verschiedenen threads im Hytta Forum. Eine 10% ige Lösung ist normalerweise ausreichend. Die Verweildauer der Messingteile in der Lösung richtet sich nach Grad der Verschmutzungen sowie nach Stärke und Temperatur der Lösung. Anhaltswerte sind von einigen Minuten bis max. einer Stunde. Zu lange Verweildauer greift das Messing an, bis hin zur Zerstörung. Normal ist eine rötliche Verfärbung der behandelten Messingteile. Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Ätznatron löst Zink von der Oberfläche und dadurch überwiegt dann der Kupferanteil an der Messingoberfläche. Durch Polieren oder Verwendung einer verdünnten Säure (erneut Vorsicht !) läßt sich das Kupferoxid wieder entfernen.

Anweisung zum sicheren Umgang mit Natriumhydroxid, auch Ätznatron genannt

Die Gefahren dieses Chemiestoffes sind: Schwerste Verätzungen, mit Folgen wie sofortiges Erblinden oder Verlust von Körpersubstanz. Heftige Reaktionen mit unedlen Metallen und Legierungen, Wasserstoffbildung, Explosionsgefahr! Starke Erhitzung bei Kontakt mit Wasser bis zum Kochpunkt, mit der Folge von Platzen oder Schmelzen ungeeigneter Behältnisse. Dämpfe entweichen bei der Herstellung konzentrierter Laugen. Diese Dämpfe können bei empfindlichen Personen lebensbedrohliche Atemnot auslösen. Wann ist dieser Chemiestoff gefährlich: Die trockene Substanz wird durch die Luftfeuchtigkeit flüssig und hochaktiv. Dies ist zu beachten bei davonspringenden Kügelchen, besonders wenn diese in die Kleidung gelangen. Konzentrierte Laugen 30 bis 50 % erwärmen sich bei weiterem Verdünnen mit Wasser. Erst wenn das Ätznatron mit mehr als 50 Teilen Wasser verdünnt wird, ist die Aktivität als reizend zu bezeichnen. 4%ige Lösungen werden beim Backen von Laugenbrötchen verwendet. Stets einzuhaltende Sicherheitsvorkehrungen beim Hantieren mit Ätznatron: Konzentrationen zwischen 5 bis 100% dürfen nur dann bearbeitet werden, wenn gleichzeitig dicht schließende Schutzbrille und chemiebeständige Handschuhe getragen werden. Beim Auflösen der Perlen zuvor die Wassermenge in einen Edelstahlbehälter, beispielsweise einen Kochtopf geben und bei leichter Strömung die Perlen zugeben. Aluminiumbehälter sind nicht geeignet, da diese vom Ätznatron aufgelöst werden. Kunststoffbehälter können schmelzen, Glasbehälter können zerplatzen! Sichere Lagerung und Kennzeichnung: Das Ätznatron muß in einem Giftschrank oder dem entsprechend abgeschlossen und trocken gelagert werden. Nicht unterwiesenen Personen muß der Zugriff verwehrt erden, Kindern grundsätzlich! Behälter mit angefertigten Laugen müssen deutlich mit den Gefahrenhinweisen gekennzeichnet werden! Bei Unfällen: Kontaktstellen am Körper, besonders an den Augen sind spontan mit klarem Wasser gründlich zu spülen; bei der Arbeit Wasserzufuhr sicherstellen. Kleidung immer sofort ausziehen. Sofort zum Arzt oder in die Klinik, vorher anrufen lassen.

Über das Internet kann man sich "EG-Sicherheitsdatenblätter" verschiedener Lieferanten über Ätznatron als PDF herunterladen (4-5 Seiten), die weitere Informationen und Hinweise enthalten.

Zusätzliche Steckbriefinformationen
Baujahr
Wo gibt es mehr www.de.wikipedia.org/wiki/%C3%84tznatron

Daten zur Person
Name Matador aus: 85716 Unterschleißheim
      Deutschland

Kontaktdaten
Telefon 089-3171731 Mobilfunk
Telefax    


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